Der Poseidon Se7en

Was ist ein Rebreather

Ein Rebreather ist kein klassisches Tauchgerät. Statt dass deine Atemluft nach jedem Atemzug als Blasen entweicht, wird sie gereinigt und wiederverwendet.

Vereinfacht: Mit einem offenen Atemkreislauf (OC) atmest du Gas ein, atmest es ins Wasser aus und weg ist es. Mit einem Rebreather (Kreislaufgerät) wird dein Atemgas gefiltert, das CO2 wird entfernt, Sauerstoff wird zugegeben und das Gas strömt zurück in deine Lunge.

Der Kreislauf läuft immer wieder von vorne.

Das hat radikale Konsequenzen:

  • Du verbrauchst deutlich weniger Gas
  • Deine Dekompression verkürzt sich dramatisch (gegenüber Luft-Tauchgängen)
  • Du tauchst länger bei gleicher Gaskapazität
  • Du siehst mehr (weniger Blasen = weniger flucht der Tiere)
  • Deine Tauchgänge sind komfortabler (warmes und angefeuchtetes Gas)

Was ist ein eCCR (elektronisches Kreislaufgerät)

Es gibt zwei Arten von Rebreathern:

  • mCCR (manuelles Kreislaufgerätr):

Es gibt eine Düse die deinen Grundbedarf an Sauerstoff ins System gibt. Die Sensoren messen den Sauerstoffgehalt und du musst selber entscheiden. Danach regelst du manuell, wie eine Art mechanisches Feintuning. Dieses erfordert aktive Aufmerksamkeit.

  • eCCR (elektronisches Kreislaufgerät):

Das System steuert automatisch. Sensoren messen den Sauerstoffpartialdruck (PPO2), und das Gerät injiziert automatisch Sauerstoff nach. Solltest du mal abgelenkt sein, arbeitet das Gerät unabhängig deiner Aufmerksamkeit weiter.

Der Poseidon Se7en ist ein eCCR. Er übernimmt die Steuerung für dich.

Der Poseidon Se7en. Dein elektronischer Helfer

Der Poseidon Se7en wurde speziell für Taucher entwickelt, die ins Rebreather-Tauchen einsteigen möchten. Er ist nicht das teuerste System aber er ist das zuverlässigste. Vom Anfänger bis zum anbitionierten Tec-Taucher.

Was macht den Se7en besonders?

1. Vollständige Elektronische Steuerung

Das Gerät überwacht ständig:

  • Den Sauerstoffpartialdruck (PPO2) über 2 Sensoren (optional 3. über C-POD)
  • Die Batteriespannung
  • Tiefe, Zeit, Gasverbrauch,...

Wenn etwas nicht stimmt, warnt dich das System sofort. Du brauchst nicht ständig selbst zu rechnen oder manuell einzugreifen.

2. Redundanz, die Leben rettet

  • 2 unabhängige Sauerstoff-Sensoren, welche wärend des Tauchens überwacht werden (Lineartest)
  • Mehrschichtiges Warnsystem (Vibration, Licht, Ton) – du kannst keinen Alarm übersehen
  • Bail-Out Valve (BOV): Mit einem Handgriff schaltest du auf dein Dillunt (OC) um
  • Systemerkennung des BOV-Standes (weiß immer, ob du auf OC oder CC eingestellt bist)
  • Buddy-Leuchte: Dein Partner sieht auf einen Blick, ob der Se7en fehlerfrei läuft

Falls der Rebreather ausfällt, hast du dein Bailout Gas dabei und tauchst OC aus

3. Intuitive Bedienung mit dem M28 Tauchcomputer

  • Der M28 Tauchcomputer am Handgelenk zeigt dir alle wichtigen Daten
  • PPO2, Akku-Spannung, Dekompression – alles sichtbar auf einem Blick
  • Große Bedienknöpfe, leicht zu bedienen auch mit Handschuhen
  • Das Menü ist logisch und einsteigerfreundlich aufgebaut


4. Robustheit und Wartbarkeit

  • Der Se7en ist einfach und praktisch aufgebaut
  • Sensoren lassen sich leicht wechseln
  • Alle Verschleißteile sind verfügbar und günstig
  • Service und Reparatur sind unkompliziert

Wie funktioniert der Se7en

Der Gasfluss:

  1. Einatemung: Du atmest Gas aus dem Loop (Kreislauf)
  2. CO2-Absorption: Das Atemgas strömt durch eine Kalkkartusche (Scrubber). Das CO2 wird chemisch gebunden und aus dem Gas entfernt.
  3. Sauerstoff-Messung: 2 PPO2-Sensoren messen den Sauerstoffgehalt (optional 3. über C-POD)
  4. Automatische O2-Zugabe: Ist der PPO2 zu niedrig, öffnet ein Magnetventil automatisch und gibt Sauerstoff in den Loop
  5. Ausatemung: Das CO2 angereicherte Gas strömt zurück in den Loop und der Kreislauf beginnt von vorne

Das alles läuft automatisch ab, während du tauchst.

Die Komponenten des Se7en

Der Loop (Kreislauf):

  • Zwei flexible Atemschläuche (Ein- und Ausatemschlauch)
  • Ein Mundstück mit Umschaltung CC/OC (BOV)
  • Counterlungs (flexible Lungen, die sich mit Atemgas füllen)

Der Scrubber:

  • Widerbefüllbarer Kanister mit Atemkalk
  • Standzeit von 180min.
  • 2,7 Kg Atemkalk

Die Elektronik:

  • 2 PPO2-Sensoren
  • Batterie
  • Control Unit (das "Gehirn" des Systems)
  • M28 Tauchcomputer
  • Alarm-System (visuell, akustisch und haptisch)

Die Rebreather-Flaschen:

  • 3 Liter, 200 Bar Flasche mit Sauerstoff (100% O2)
  • 3 Liter, 300 Bar Flasche mit Dilluentgas (Luft oder Trimix)

Besonderheiten des Se7en

1. Der Lineartest als Sicherheitsmaßnahme

Der Se7en hat 2 Sauerstoff-Sensoren. Die große Sicherheit liegt beim Lineartest auf 6m Tiefe: Wärend des Tauchgangs testet das Gerät in flachem Wasser, ob beide Sensoren korrekt einen PPO2 von 1.6 bar anzeigen. Dieser Test ist extrem zuverlässig – er erkennt fehlerhafte Sensoren sofort, bevor es kritisch wird.

2. Warnsysteme, die du nicht ignorieren kannst

Der Se7en hat 3 völlig unabhängige Warnsysteme, die gleichzeitig arbeiten:

  • Vibration im Mundstück (HUD): Du merkst es sofort, auch wenn du abgelenkt bist
  • Rote LED am Mundstück: Blinkt bei Problemen (klar sichtbar unter Wasser)
  • Akustischer Alarm & Buddy-Lichter am Batterie-Block: Dein Partner sieht bis zu mehrere Meter weit, dass etwas nicht stimmt
  • Signaltöne: Akustischer Alarm den man nicht überhören kann
  • M28 Display: Zeigt dir genau, was das Problem ist
  • Mundstück-Position-Erkennung: System weiß immer, ob du auf OC oder CC eingestellt bist

Das heißt: Du kannst keinen kritischen Alarm übersehen – egal, wie abgelenkt du bist.

3. Einfaches Backup-System

Die Bail-Out-Valve (BOV) ist extrem zuverlässig. Ein einfacher Handgriff – und du atmest dein Dilluent. Keine Elektronik, keine Komplexität. Funktioniert immer. Und das Gerät weiß automatisch, ob es richtig eingestellt ist.

3. Die Konfigurierbarkeit

Der Se7en lässt sich an verschiedene Tauchprofile anpassen:

  • Unterschiedliche Gradientenfaktoren (für konservativere oder aggressivere Dekompression)
  • PPO2-Setpoint-Einstellung
  • Verschiedene Diluentgase verwendbar (Luft oder Trimix)

Du bist nicht an starre Einstellungen gebunden.

4. Die Sensorneuerung

Sauerstoff-Sensoren altern. Der Se7en erinnert dich daran und warnt. Das verhindert Unfälle durch veraltete Sensoren.

5. Wartbarkeit

  • Alle Teile sind so konstruiert, das sie leicht auseinander und zusammengebaut werden können. Die Standardschrauben sind überall gleich. Durch die gekappselte Elektronik ist ein Ausfall, auch bei Wassereinbruch, selten.

Sicherheitssysteme des Se7en

3 unabhängige Warnsysteme – jedes mit mehreren Kanälen:

1. HUD (Head-Up Display) – am Mundstück:

  • Rote LED: Leuchtet bei Problemen (Alarm)
  • Vibrationssystem):
  • Dauerhaft pulsierende Vibration
  • Kurzer 1/2-Sekunden-Impuls alle 60 Sekunden
  • Sensor erkennt die Mundstück-Position (OC oder CC)

2. Batterie-Modul (hinten am Se7en-Gerät):

  • Akustischer Alarm: Lauter abgehackter Ton
  • Buddy-Alarmierungslicht: 2 hochintensive rote LED-Leuchten, die in der Batterie-Einheit sitzen und blinken bei jedem Alarm
  • Damit sieht dein Tauchpartner sofort über eine Distanz, dass es ein Problem gibt
  • Diese Lichter sind explizit dafür gedacht, deinen Buddy zu warnen

3. M28 Tauchcomputer (am Handgelenk):

  • LCD-Display mit klaren Alarmsymbolen
  • Detaillierte Informationen zu PPO2, Dekompression, Tauchparametern
  • Zeigt exakt an, welches Problem vorliegt

Wie die Systeme zusammenarbeiten:

  • PPO2 zu hoch oder zu niedrig: HUD blinkt rot + Vibration + M28 zeigt Symbol + Akustischer Alarm
  • Sensor-Fehler: Ähnliche Mehrkanal-Warnung
  • Mundstück in falscher Position: HUD vibriert + Akustischer Alarm + Buddy-Lichter blinken

Automatische Abschaltung:

  • Wenn Sensoren zu alt sind, meldet die Elektronik das beim Test.
  • Du gehst dann nicht tauchen
  • Das verhindert Unfälle durch veraltete Sensoren

Der Notfall-Ausstieg:

  • Du kannst jederzeit das BOV umschalten und auf OC umsteigen
  • Geschwindigkeit: Innerhalb weniger Sekunden bist du aus dem Kreislauf und tauchst OC.

Pre-Dive Checks:

  • Der Se7en leitet dich durch einen strukturierten Check-Prozess
  • Lineare Test (um Sensor-Abweichungen zu erkennen)
  • Überdruck-Test (um Gaslecks zu finden)
  • Elektronik-Selbsttest
  • Wenn ein Check fehlschlägt, tauchst du nicht.

Tauchprofile mit dem Se7en

Der Se7en hat eine CE bis 100m. Er kann genauso auf 10m zum Fische schauen, wie auch zum Tieftauchen (Wrack- oder Höhlentauchen funktioniert genauso) verwendet werden.

Sporttauch-Profil:

  • Maximale Tiefe: 30 Meter (mit Luft als Verdünner)
  • Typische Tauchzeit: 60–120 Minuten
  • Lange Nullzeiten, da in jeder Tiefe das optimale Gas geatmet wird

Technisches-Tauchprofil:

  • Maximale Tiefe: 75m (mit Trimix als Verdünner)
  • Typische Tauchzeit: 150-180Minuten
  • Optimale Dekozeit, da der PPO2 über die ganze Deko optimal gehalten / eingestellt wird

Wartung und Instandhaltung

Der Se7en braucht, wie jedes Tauchgerät, Pflege und Wartung:

Nach jedem Tauchgang:

  • Gerät zerlegen und mit Süßwasser spülen (regelmäßig Desinfizieren)
  • Trocknen lassen
  • Scrubber trocken lagern

Regelmäßige Wartung:

  • Sensor-Wechsel: zwischen 1 und 10 Jahre (Je nach Sensor)
  • Ladung der Batterie und des Tauchcomputers
  • O-Ringe fetten

Professionelle Inspektion:

  • Alle 2 Kahre wird eine professionelle Wartung fällig
  • Der Serviceintervall wird dir bei jedem hochfahren angezeigt

Für wen ist der Se7en geeignet

Ideal für:

  • Sporttaucher
  • Technische Taucher
  • Wracktaucher
  • Höhlentaucher
  • Fotografen


Noch fragen zum Poseidon Se7en?

Wir beraten dich gerne, ob zu Technik, Training oder Mietmöglichkeiten.

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